Warum Journalisten oft lügen

Bewusst wähle ich diese provokative Überschrift. Wir hören, lesen und sollen das gelesene, das gehörte zu 100% glauben – das ist die vollständige Wahrheit! Aber jeder Journalist berichtet nur über das, was er glaubt, uns berichten zu müssen, zu dürfen. Ja, dürfen! Schließlich wird er ja von jemanden bezahlt. Und der will nichts Negatives über sich lesen. Möchte nichts veröffentlicht wissen, was ihm schadet. Diese Erkenntnis habe ich schon im Alter mit 18 Jahren erfahren, also vor sehr langer Zeit. Ich lebte in der DDR und konnte in der ARD (für mich damals das „Westfernsehen“) den Bericht über die haltlosen Zustände an den Küsten der DDR sehen. Wie lange man auf ein Urlaubsplatz warten musste. Sicherlich nicht falsch. Aber um die Situation für die BRD Bürger drastischer Darzustellen, unterschlug man einfach die wirklich sehr vielen vorhanden Campingplätze. Ich hatte also nie auf der Insel Rügen Urlaub gemacht? Empfand ich damals schon als Lüge. Natürlich wollte man beweisen, das System der BRD ist besser als das der DDR. Die machten es aber nicht anders. Während meines Grundwehrdienstes hatten wir auch „Politikunterricht“. Den „Klassenfeind“ besser kennenlernen. Oder so ähnlich die Motivation der Propagandaabteilung. Da wurde uns völlig aus dem Zusammenhang Informationen von damaligen Verteidigungsministern Georg Leber dargeboten um damit die BRD und den Westen ganz böse darzustellen. Dumm für die Marxisten/Leninisten: den Beitrag, aus dem die Informationen ausgeschnitten waren, hatte ich gesehen. Auch das hatte mich wütend gemacht. Hat sich die Berichterstattung geändert?

Nein, aber es wird nun nicht mehr so plump einfach halbe Wahrheiten als ganze „verkauft“. Manchmal nennt man wenigstens noch eine Quelle, aber bei dieser einen bleibt es und diese wird nicht hinterfragt. Manche Wissenschaftler werde Instrumentalisiert, missbraucht (Prof. Sinn mit seiner Lebensdauer der Akkus von 150.000 Km – ich bin bei rund 163.500 km Laufleistung, Verlust 2,5%). Oder einfach nur die vermeintlich negativen Aspekte aufzählen. Oder einfach eine Gegend schlecht schreiben (werde ich im Sardinienforum erläutern). Halbe Wahrheiten also als ganze Verkaufen.

Wem hilft das? Natürlich demjenigen, der den Journalisten bezahlt. Dem sogenannten „Brötchengeber“. Aber wenn niemand „recht Schaffender“ das Bezahlsystem hinterfragt. Dann wird es mit der Zeit gefährlich. Dann gewinnt auch Rechtsradikal. Und diese sind schon so weit, dass sie den Journalisten offen drohen bezüglich Karriere und so weiter. Und dann könnte es passieren, dass diese Journalisten auf einmal den „Brötchengeber“ wechseln und die Arme wieder hoch, nach vorn in Deutschland gestreckt werden! Und kein Journalist will es gewollt haben, am Ende. Wenn alles kaputt ist. So wie in Aleppo und anderen zerbombten Städten heute. Kein Journalist hinterfragt: wo sind die Bomben produziert worden, wer verkauft sie. In den betroffenen Regionen sind sie sicherlich nicht Produziert worden! Es vereinbart sich nicht mit unseren christlichen Werten (die doch angeblich bedroht sind): „Du sollst nicht töten“, „Liebe deinen nächsten wie Dich selbst“. Denn wer jemanden eine Waffe zum töten gibt, der beginnt zu töten und dies hat mit Liebe nichts zu tun.

Das „Bezahlsystem“ ist unsere Demokratie. Ich kann also nicht alles glauben, was in unserer Demokratie geschieht?! Und das könnte diese dann abschaffen, weil viele das so empfinden und auf vermeintliche Lösungen hereinfallen? Warum wählen viele Menschen Trump? Der doch laut dem veröffentlichten ein absoluter „Hirni“ sein muss. Sind diese Menschen, die ihn gewählt haben so dem Trump gleich? Oder sind die Menschen nur wütend auf das bis zu diesem Punkt herrschende? Demokratie ist nicht einfach. Wenn man immer nur die vermeintlichen positiven Dinge erwähnt, das was die Macht der Partei und der dort hauptsächlich agierenden Menschen sichert. Ja, dann werden viele der Demokratie müde, gehen nicht mehr zur Wahl oder wählen Rechts National. Beides hat fatale folgen. Und liebe Journalisten, es nervt brutal über absolute Nebensächlichkeiten Wochenlang Informationen zu erhalten, ohne die wahren Hintergründe und Fakten dabei zu beleuchten. Ablenken vom eigentlichen nenne ich das.

Meine Bitte, werdet wieder zu einer gefährlichen Gattung. Einer, wo die Informationen aus verschieden Blickwinkeln, wo jede Seite der Medaille beleuchtet wird und nicht ablenkt. Zu vielseitig ist unsere Welt.

Morgen gehts nun los. Ich befinde mich in Wermelskirchen und die Fahrt wird morgen nach Süd Tirol gehen. Wenn ich arbeite, dann komme ich ja mit der Energie (zu 90% der Akku aufgeladen) hin. Das sind dann zwischen 200 und 300 Km gefahrene Kilometer am Arbeitstag. Bleibt immer was über an möglichen Kilometern.

Morgen nun anders. Ich werde also berichten, wie Reisen mit dem Elektrofahrzeug geht. Wer Lust hat, der begleite mich. Natürlich werde ich die vollständige Wahrheit schreiben…

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