07.04.2024, ein Sonntag wie er im Buche steht

Es war am Morgen schon angenehm. Läufer vertrieben nicht nur die Müdigkeit aus den Beinen, sie schwitzten und keuchten, die Taucher versuchten Ihr Glück ca. 100 Meter weg von der Küste, Angler packten ihre Anglerausrüstung aus und andere ein. Jeder war mit etwas beschäftigt.
Nach dem Frühstück ging es für uns los Richtung Siliqua, dort unweit gelegen das Castello Acquafredda. Vor mehr als 10 Jahren wohl von mir zum letzten Mal besucht. Hin über Guspini waren die rund 70 Kilometer schnell bewältigt. Ab bzw. kurz vor Siliqua ist das Castello gut ausgeschildert. Am Parkplatz angekommen erstaunte mich doch die Vielzahl der Parkenden. Es wurde schnell klar, neben den Besuchenden war dies auch ein Treffpunkt für viele Familien, die hier ein Picknick für sich veranstalteten. Es wurde gegrillt, teilweise am offenen Feuer. Die Familien waren unter sich, hatten viel Spaß und ließen sich durch die anderen Familien nicht stören. Ein kleiner Kiosk versorgte theoretisch mit Getränken jeglicher Art. Toiletten sehr sauber. Mittlerweile kostet der Aufstieg zur Burg 5 Euro pro Erwachsenen. Beschwerlich bis nach oben, anstrengender abwärts. Festes Schuhwerk sollte man anhaben, schwindelfrei sollte man sein. Auf dem Weg, an den Holztreppen (schmal, für eine Person) immer wieder Informationen zur Burg, der Fauna und Flora.

Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut, befindet sich in 256 m Höhe und kontrollierte den Zugang zur Bergbaustadt “Villa di Chiesa”, dem heutigen Iglesias.

Das Castello di Acquafredda gehört zu den größten Burgruinen Sardiniens. 1215 wurde in einer päpstlichen Urkunde die Burg erstmals erwähnt. Der spätere Eigentümer der Burg, Graf Ugolino della Gherardesca, ließ sie um 1257 zur Festung ausbauen. Nach dem Tod des Grafen Ugolino ging die Burg an den Stadtstaat Pisa und 1324 nach dem Ende der Pisaner Herrschaft auf Sardinien an die Krone Aragon. Um 1410 wurde die Burg von jedoch von Aragon aufgegeben. Später war sie im Besitz von verschiedenen sardischen Feudalherren, bis sie um 1785 an den König von Sardinien Viktor Amadeus III. von Savoyen verkauft wurde. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben und blieb unbewohnt beziehungsweise ungenutzt und verfiel dadurch zunehmend, so dass heute nur noch Reste als Ruine erhalten sind.[1] Bei Ausgrabungen im Hof der Burgruine 2005 wurden Skelette von drei Menschen aus dem Mittelalter gefunden, die zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 35 und 45 Jahre alt waren.[Wikipeia2]

Anschließend über Mogoro wieder zurück nach Pistis. Hier war der Teufel los. Schlangen von Fahrzeugen windeten sich zum Strand, parkten, wo sonst nur die Insassen der Häuser ihre Autos abstellten. In Klippen und der Küste waren viele Menschen unterwegs, wateten durch das Wasser. Das doch beschauliche Pistis war ein Dreh- und Angelpunkt für die Bevölkerung. Sicherlich aus Terralba, Marrubiu und Umgebung. Dazu die Touristen mit dem Wohnmobile und natürlich sind auch schon einige Häuser belegt. Ich hatte den Sonnenschutz im Tesla vergessen mit umzupacken. Keine Wolke am Himmel, so war vom Strandbesuch abzuraten. Ich sonnte mich auf der Terrasse, wo Dagi im Schatten sich aufhalten konnte und ich nutzte die Außendusche, von der Temperatur angenehmer als das Meer. Dabei war die Strasse zur Strandpromenade geworden und so hatte man ordentlich Ablenkung.

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