Anreisetag 1: 05.04.26 (Ostersonntag)

Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass ich Sardinien Arrivederci sagte. Nein, nicht am 29. Oktober, sondern eher, denn ich wollte meinen Geburtstag dort feiern, wo der König vom Piemont und Sardinien lebte (bis die letzte der Familie starb), dem Weingut Fontanafredda, welches er seiner zweiten Frau schenkte. Das liegt bei Alba (Cuneo) im Piemont, schon wunderschön, und der Barolo schmeckt einem auch hervorragend. Aber ich behaupte, die schönsten Jahre hat der König  auf Sardinien, in Cagliari, verlebt, und da ich kein König bin, muss es auch nicht Cagliari sein. Nein, der Westen um Oristano/Terralba ist perfekt für mich. Nach 141 Tagen will ich nun wieder auf Sardinien ankommen, und das bedeutet erst einmal nach Livorno, pünktlich zur Abfahrt, hinkommen. Die Fähre wartet nicht auf einen. Aber bei gut 1400 Kilometern bis nach Livorno mache ich dies in zwei Etappen, und nahe am Brennero, da fängt bei mir der Urlaub an.

Um 9:00 Uhr ging es aus dem Westen los. Ein paar Hundebesitzer auf den Straßen der Orte, die ich zur Autobahn befahren musste, um dann auf der Autobahn entspannt zu fahren. Ich fahre gerne am Sonntag, es ist ruhiger. Nicht dass die Verbrenner irgendwie sparsam fuhren. Ich habe keinen Unterschied festgestellt. Ab Hessen kam dann die Sonne und so vergingen die ersten 2 Stunden (und ein paar Minuten) sehr harmonisch. Nachteil: erste Ladepause beim Burger King in Bensheim. Von der Autobahn schnell erreicht und genügend Ladeplätze frei. Aber es ist nicht nur Sonntag, nein, Ostersonntag, und so hat der Burger King geschlossen und entsprechend die Toiletten. Muss es warten.

Aber wir sollten ja nur 9 Minuten laden, um dann 100 km weiter, in Pforzheim 20 Minuten Ladepause zu haben. Dort befindet sich eine BKK World. Mit PIN kamen wir rein und 69 Cent kostete dann der Eintritt in den WC-Bereich, für uns beide zusammen. Alles sehr sauber und gepflegt. Anschließend durfte sich Gino die Beine vertreten. Spaziergang kann man das nun nicht nennen. Die letzte Ladepause plante Fratello in Woringen am Café Kult, welches aber geschlossen hatte – Ostersonntag! Wir waren die einzigen und auch hier gab es eine Lounge mit PIN-Zugang. Da hätte man sich jetzt auch einen Kaffee zubereiten können. Mit Gino einmal um den Block und dann weiter. 

Inzwischen hatten wir den Superblick auf die Alpen. Wie gemalt. Blauer Himmel, ein paar weiße Wolken, Sonne. Die Spitzen schneebedeckt. Ich liebe den Fernpass. Hoch oben stand man an der Tankstelle bei 2,15 € an. Ein paar Radler sich sportlich betätigten. Die Rückreise hatte begonnen, der Gegenverkehr war gut gefüllt, aber flüssig. Die Straßen frei und trocken, aber so manches Feld noch komplett mit Schnee bedeckt. So ging es nach Steinach, die Geschwindigkeitsvorgaben beachtend, denn die Polizei hatte nicht Feiertag. Sie war am Blitzen. Nach 8 Stunden und 10 Minuten waren wir am JUFA Hotel in Steinach am Brenner. Runde 730 Kilometer mit 3 Pausen, die wohl gesamt runde 50 Minuten dauerten. Im JUFA haben wir schon einmal übernachtet. Ein Paradies für Familien.

Hunde sind auch willkommen. So stand ein Hundenapf mit Leckerlie und Kotbeutel bereit. Für Letzteres hat sich Gino nicht interessiert. Ich habe mich für das Menü (20,50 €) mit Dagi angemeldet. Da gibt es am Buffet für jeden Geschmack und jede Ernährungsrichtung eigentlich alles, was das Herz begehrt, von 18.00 bis 20.00 Uhr.

Morgen früh geht es weiter.

, , , , markiert

Entdecke mehr von mein-tagebuch.de

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen