Das Einparken auf der Fähre ging flott. Ein Mitarbeiter nahm Dagis Rucksack und führte uns zur Kabine. Öffnete sie, packte den Willkommensgruß für Gino aus, die Bonbons (statt Obst) und übergab uns die Schlüsselkarte. Wir bedankten uns, es schien, er will bleiben. Seine Motivation war mir nicht ersichtlich. Im Restaurant die nächste Überraschung. Der Kellner für die Getränke erkannte uns, freute sich und fragte mich, ob ich wieder einen Barolo trinken möchte. Das besondere Weinglas durfte ich dann aber nicht mit zur Kabine nehmen. Er besorgte mir aber Ersatz. Die Überfahrt selbst war doch sehr wellig. Beim Essen bislang nicht, aber es gab (auch wieder auf Deutsch) Durchsagen, wo man darauf hinwies, doch innerhalb des Schiffes sich aufzuhalten. In der Nacht wachte ich dann auf. Die Fähre ging hoch und runter. Die leere Weinflasche stand auf dem Boden und bewegte sich entsprechend und verursachte dabei Geräusche.
Am Morgen erhielten wir die Information, dass wir aufgrund der Wettersituation warten müssen, um in den Hafen einlaufen zu dürfen. Zwei große Fähren gleichzeitig war wohl zu unsicher. Die Moby Dick war vor uns dran. So ging es eine gute Stunde später von Bord. Livorno hatte 18 Grad, die Sonne war aufgegangen, Wolken tummelten sich am Himmel. Es war windig.
Unsere Zwischenübernachtungsstation war Nesselwang. Und der blaue Himmel wurde mit immer weniger Wolken bestückt, ab Südtirol fehlten diese gänzlich. Die Schneefallgrenze war laut Südtirol1 auf 1600 Meter gefallen und so konnten wir Bergspitzen in Weiß, wie mit Puderzucker bestreut, bestaunen. Natürlich bei einem blauen Hintergrund sehr malerisch. Der Brennerpass ohne Stau. Die Woche davor wurden immer wieder Staumeldungen durch Arbeiten an der Brennerautobahn gemeldet. Meine Sorge, in solch einen zu kommen, war unbegründet.
Nesselwang empfing uns mit schönem Wetter, aber mit 9 Grad Lufttemperatur.
Am nächsten Morgen gar nur 2 Grad. Brr, ist das kalt! Vor Abfahrt/Bezahlen im Hotel die Heizung über die App angestellt. Das Wetter nun grau und zu Hause gab es Regen. Zwar ging die Temperatur wieder auf 10 Grad, ist aber nun gewöhnungsbedürftig.
So endet jetzt das Kapitel Sardinien für dieses Jahr und die Vorfreude auf 2027 darf beginnen.