Zwei Tage waren wir nun unterwegs. Es gab gutes Essen, das Wetter war okay und geschlafen haben wir auch gut. Die Ladepausen verliefen problemlos.
Die Fähre legte pünktlich ab. Es wird ja oft über die Sardinia Ferries negativ berichtet. Ich verstehe es nicht. Eventuell, weil sie gut ist, meckern die einen und ich bin deshalb zufrieden. Sie ist sehr hundefreundlich, das Essen ist gut, sauber ist sie auch. Sicherlich, suche und man findet etwas. (Deshalb gehen auch viele nicht zum Arzt, der findet auch…)

Pünktlich war sie auch heute. Gut, 5 Minuten nach halb 8 konnten wir zum Auto und 5 Minuten später waren wir vom Hof. Andere brauchten länger. Das geht auch nicht anders (erst muss Deck 3 leer sein / Lkw müssen runter, dann kann Deck 4) und deshalb sollte man nicht auf die Minute schauen. Bei der Bahn ist dies sicherlich anders zu bewerten.
Golfo Aranci war der Himmel voller Wolken, es regnete nicht mehr und so konnten wir einen Hundespaziergang nach dem Hundefrühstück durchführen. Um dem Hund nicht allzu lang es werden zu lassen, seine Bedürfnisse zu erledigen, dafür ist die Topposition hervorragend.
In Golfo Aranci ankommen heißt nicht, jetzt ist man da, bzw. es sind nur wenige Kilometer zur Unterkunft bzw. zum Strand. 24 × passt die Insel Rügen auf die Insel Sardinien, oder ganz Mecklenburg-Vorpommern plus die Insel Rügen doppelt. Wer es lieber verglichen haben möchte mit Mallorca. Diese Insel passt rund 6,5 Mal auf die Insel Sardinien.
Wir hatten also noch rund 250 Kilometer zu fahren, um vom Osten in den mittleren Westen zu kommen. Nuoro (rund 600 Meter hoch über dem Meeresspiegel) war umhüllt von Wolken. Die Sicht auf die Strasse aber gut.
In Oristano, so hatte ich es morgens in der App gesehen, hatte ein Gewitter sich ausgelassen. Das war verschwunden und die Sonne machte es vergessen. Es wurde schwülwarm.

Das Gewitter war auch in Torre dei Corsari, so wurde berichtet bei unserer Ankunft. Es muss heftig gewesen sein. Positiv:
Einer von 5 Regentagen im Oktober nun gewesen (laut reise-klima PUNKT de)und noch viel besser: So kann die Erde wieder grün werden und das Braune verschwinden lassen. Das erfreut unser Auge und gibt den Schafen Futter.
Nachdem wir das Auto leer geräumt hatten, uns ein Glas Costamolino (ein leckerer Vino Bianco, Rebsorte Vermentino mit ein wenig Rebsorte Malvasia)zur Begrüßung genehmigt hatten, ein Spaziergang durch das Dorf anstand.


Das erste Abendmahl war wie erwartet: Ottimo, nichts Besonderes.