Tag 2 auf der Insel: Die Haut benötigt Erholung.

Ich wurde nun doch gefragt, was auf den Bildern zu sehen ist. Venusmuschel mit Orangenduft, so die Übersetzung (und es war mehr von der Orange als nur der Duft). Als Hauptgericht geschnittener Thunfisch in Sesamkruste mit Zitrusdressing. Dazu Kartoffelchips, die hier zu 100 % selbst hergestellt werden.

Der Sommer geht hier weiter, auch wenn die Sarden (und natürlich die Sardin) diese Temperaturen bis jetzt als nicht sommerlich empfinden werden. Aber meine Haut hatte gestern genug abbekommen, und da ich ja nur die eine habe …

So entschloss ich mich, zur Cantina di Mogoro zu fahren, von dort nach Riola Sardo, den üblichen Spaziergang am Stagno di Cabras, laden in Oristano und zurück zum Hotel Villa Belfiori. Es wurde nicht viel benötigt, aber bis zum Oktober ist es dann doch eine Weile. Anastasiia ist immer ein Muss. Die Traubensorte heißt Semidano und diese kommt nur hier auf Sardinien vor. Die Verkäuferin informierte mich auf schnellem Italienisch, dass es auf „Altbestand“, der im Verkaufsraum mittig aufgestellt war, pro Kiste 30 % gibt, den ich wollte: 6 Flaschen. Ich bat sie, um es auch richtig verstanden zu haben, langsam zu wiederholen, mit der Begründung, ich sei Deutscher. Sie schaute mich an, es war ihr merklich anzusehen, erbaut war sie nicht, aber sie kam meinem Wunsch nach. 16,80 € gespart.

Bei Giovanni Matteo Corrias in Riola Sardo wurden wir herzlich begrüßt. Ich zählte die Wünsche aller zusammen, bei einem Wunsch musste abgefüllt werden. Aber alles verlief ohne Probleme. Am Stagno war es absolut sommerlich. Ein paar Enten schnatterten, es war ein 100-%-Sommergang, Bilder sprechen für sich. Noch haben die Flamingos in den Seen gut zu essen. Irgendwann werden die Seen ausgetrocknet sein. Sie scheinen auch eine Planwirtschaft zu betreiben, denn dort, wo sie im Oktober zuhauf sind, da war kein einziger.

Das Abendmenü muss wohl nicht erläutert werden. Dazu ein Glas Cannonau. Hat alles gut geschmeckt.

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