Die letzten Male waren wir von hier aus über Zürich gefahren, wie vom Tesla geplant. Ich wollte mir nun den Großstadtverkehr ersparen. So ging es gut ausgeschlafen und nach einem reichhaltigen Frühstück über Sankt Gallen zum San Bernardino. Ganz entspannt und mit wunderschönen Blicken auf die Berge, die in den Höhen noch eine schöne weiße Farbe haben. Ich wandere nicht gern, aber ich schaue mir das gern an. Dazu der Blick auf den Bodensee. War gestern volle Konzentration gefragt, so war jetzt Entspannung, Urlaub angesagt.
Auf knapp 1500 Metern ging es. Rechts und links die Berge schneebedeckt. Natürlich war es da oben sehr frisch. Unten wieder angekommen, 18 Grad, und ja, ab Grenze war die Temperatur sommerlich. Blauer Himmel, ein paar dünne Schleierwolken, 23 Grad. Endlich warm! Aber die Fahrt über den Pass war wunderbar.
Um Mailand muss man aufpassen, reger Verkehr, kein Stau, auch nicht an den Mautstellen. Wobei es dort meist durch das Einfädeln passiert. Ich nutze den Telepass und habe so keinen vor mir, der Schwierigkeiten hat beim Bezahlen. Aus den dünnen Wolken wurden doch noch einmal kräftige und bei Parma konnten einige nicht ihr Wasser halten, aber ganz dezent. Die Wolken blieben dann über den Alpen und die Küste empfing bei bestem Wetter.
In Forte dei Marmi bekam Gino sein Abendessen, während geladen wurde. Das Hotel Una hat geöffnet und beherbergte die Fahrer und das dazugehörige Personal eines Radrennstalls. Sponsor: eine Bank, von der ich noch nie gehört habe, und diese fahren chinesische E‑Autos, von der Marke ich bisher auch noch nicht gehört habe. Wir genossen einen alkoholfreien Aperitif an der Bar des Pools. Und weiter ging es zur Hunderunde, bevor es zum Hafen ging.
Nun heißt es Geduld aufbringen. Erst wenn alle Autos und Lkw ihren Platz in der Fähre haben, kommen wir mit einigen anderen an der Reihe. TOP-Position, das geheime Wort. Das kann man dazubuchen, wenn man direkt auf der Homepage des Anbieters bucht. Nicht immer sofort. Erst muss wohl feststehen, welches Schiff, welche Route, also über Bastia, oder direkt. Welchen Vorteil hat das Warten? Nun, es gibt ja im SF einige, die sich beschwerten, nicht pünktlich anzukommen, wenn man mit SF fährt. Das Ankommen ist das eine, das vom der Fähre kommen das andere. Deshalb halte ich die Diskussion für daneben. Die TOP-Position garantiert nun, als einer der Ersten noch vor den Lkw vom Bord zu kommen, und so kann dann unser Gino schnell seine Dringlichkeiten erledigen. Wir stehen nun und die Faehre scheint voll zu werden. Schauen wir dem Treiben zu und berichten morgen von der Überfahrt und der Ankunft